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Traunsteiner OB Kösterke muss Schreibtisch räumen

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Überraschung im Traunsteiner Rathaus: SPD-Herausforderer Christian Kegel (rechts) löst den bisherigen Amtsinhaber Manfred Kösterke (UW) ab. − Foto: Wittenzellner

Die Traunsteiner Bürger haben entschieden: In der Stichwahl zum Oberbürgermeister setzte sich überraschend Herausforderer Christian Kegel (SPD) gegen den amtierenden Rathaus-Chef Manfred Kösterke (UW) durch. 50,76 Prozent (3492 Stimmen) waren es am Ende der Auszählung der 28 Stimmbezirke für den gebürtigen Niederbayern Kegel, Kösterke brachte es auf 49,24 Prozent (3388 Stimmen).

Sportlich fair respektierte der unterlegene Amtsinhaber das Wählervotum und gratulierte im Foyer des Traunsteiner Rathauses dem Sieger, der aus dem Strahlen und Händeschütteln gar nicht mehr herauskam und sich überwältigt zeigte von seinem Triumph. Die Wahlbeteiligung lag bei 44,97 Prozent.

Rund eine dreiviertel Stunde nach der Schließung der Wahllokale war die Überraschung perfekt: Der 49-jährige Gymnasiallehrer am Chiemgau-Gymnasium, Christian Kegel, hatte einen hauchdünnen Vorsprung von 104 Stimmen auf den inzwischen in das Rathaus gekommenen Oberbürgermeister Kösterke. Dieser gratulierte dem siegreichen Herausforderer und wandte sich kurz an die Anwesenden. Er dankte den vielen Wahlhelfern für die geleistete Arbeit und auch seinem Gegenkandidaten für einen fair geführten Wahlkampf. Er machte im Gespräch mit der Heimatzeitung aber auch deutlich, dass seine Enttäuschung groß sei. Er verwies auf die geleistete sechsjährige Arbeit, die der Wähler aber in seiner Wahlentscheidung so nicht beurteilt habe, dass es für ihn gereicht habe. "Aber der Wähler hat entschieden, und das habe ich zu akzeptieren."

Für Kösterke ist der Wahlausgang besonders bitter, da er aufgrund Wahlbestimmungen nicht für den Traunsteiner Stadtrat kandidieren durfte, da die Amtszeit des amtierenden Oberbürgermeisters noch bis Juli 2014 läuft. Somit wird es dem künftigen Rat nicht mehr angehören. − awi

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